• LauraBannert

Cyberkriminalität - Auch im Homeoffice verbergen sich Risiken

Aktualisiert: Apr 22

Viele Unternehmen haben ihren Belegschaften aufgrund der Pandemie ins Homeoffice geschickt. Diesem Diktat der Coronakrise folgte auch die Versicherungsbranche, um ihre Mitarbeiter zu schützen (VersicherungsJournal 25.3.2020, 24.3.2020). Maklerbetriebe und Vertreter stellen keine Ausnahme dar, wie eine Kurzumfrage des VersicherungsJournals zeigt (1.4.2020).

Das Arbeiten in den eigenen vier Wänden bringt vielfältige Risiken für die IT-Sicherheit mit. Dezentrale Zugriffe auf Daten und Systeme kann die IT-Abteilung von Unternehmen schwerer kontrollieren. Außerdem gehen verunsicherte Mitarbeiter Kriminellen und ihren Maschen wie „Phishing“ und „Fake-President“ eher auf den Leim.

Cyberkriminalität steigt während der Coronakrise

In Deutschland sind rund 40 Prozent der privaten Internetnutzer schon einmal Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das belegt eine repräsentative Umfrage der Yougov GmbH unter 2.079 Verbrauchern, die in diesem Jahr im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) durchgeführt worden ist.

Rund 75 Prozent der Befragten fühlen sich am stärksten von Identitäts- und Datendiebstahl und von Hackerangriffen bedroht. Rund zwei Drittel der Verbraucher geben an, dass sie sich gegen Cyberrisiken schützen. Über 80 Prozent setzen dabei auf Firewalls und Virenscanner. Sie achten zusätzlich darauf, keine Anhänge von unbekannten Absendern zu öffnen.

Aber die Angreifer rüsten auf. „In der Coronakrise nimmt die Cyberkriminalität nach Erkenntnissen der europäischen Polizeibehörde Europol nochmals zu“, so der GDV in einer Mitteilung zur Umfrage. Vor allem sehe die Behörde Anzeichen für vermehrte Phishing- und Ransomware-Attacken.


Tipps für sicheres digitales Arbeiten


Für die digitale Sicherheit beim mobilen Arbeiten zu Hause geben IT-Experten folgende Tipps, die für die Mitarbeiter als auch Manager und Betriebschefs gelten:


§ Aktuelle Softwareversionen sowie Anti-Virensoftware verwenden und regelmäßig Updates installieren: Nur so kann der Anwender sicher sein, dass Schadsoftware, die über Webseiten oder auch E-Mails eingeschleust werden soll, rechtzeitig erkannt wird.


§ Komplexe Passwörter benutzen: Das gilt für das Entsperren des Rechners selbst, aber auch für alle Onlinedienste, die man mit dem Gerät nutzt.


§ Zwei-Faktor-Authentifizierung einsetzen: Dabei muss neben dem Passwort zum Beispiel noch ein Code eingegeben werden, der nur auf dem eigenen Smartphone von einer App generiert oder per SMS zugeschickt wird. Verschiedene Onlinedienste bieten diese Möglichkeit inzwischen an. Sie müssen aber in den Einstellungen separat ausgewählt und aktiviert werden.


§ Festplatten verschlüsseln: Das gilt insbesondere für mobile Endgeräte wie Notebooks. Wenn der Rechner verloren geht oder gestohlen wird, können Dritte nicht auf gespeicherte Firmendaten zugreifen.


§ Rechner bei Abwesenheit sperren: Wenn man seinen Schreibtisch verlässt, den Computer herunterfahren oder schließen, damit weder Familienmitglieder noch Mitbewohner Zugang zu sensiblen Firmendaten bekommen. Vorsicht ist auch bei Telefonaten und der Einsicht Dritter auf den eigenen Bildschirm geboten.


§ Vorsicht bei Mails mit Coronabezug: Experten betonen, es gebe aktuell Fälle von Phishing-Attacken mit solchen E-Mails. Darüber kann Schadsoftware eingeschleust werden, die sich dann im Firmennetz verbreitet.




#Versicherung #Unternehmen #Cyber


Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

©2020 Kiko KG Soest. Erstellt mit Wix.com

02921 17077

info@kiko-soest.de